Übergewichtsreduktion mit dem Magenballon
Behandlungsspektrum für den Magenballon
Die endoskopische Magenballontherapie ist vor allem für Patienten mit einem BMI zwischen 27 und 40 geeignet. Auch Patienten der Super Obesity Gruppe ( diese Patienten sollten operativen bariatrischen Verfahren zugeführt werden) profitieren extrem vom Magenballon, da er Ihr Operationsrisiko drastisch senkt. Desweiteren ist der Magenballon selbstverständlich für all diejenigen Patienten geeignet, die trotz eigentlicher OP-Indikation jeglichen operativen Eingriff ablehnen
Prinzipiell ist jeder unter Berücksichtigung bestimmter Ausschlusskriterien geeignet, für manche gibt es jedoch bessere Therapieoptionen.
Anwendung:
Eine Therapiemöglichkeit des Übergewichtes ist die aktive Behandlungsform mit Hilfe des Magenballons. Dieser ist als Hilfsmittel anzusehen, der es erleichtert, ohne Diät eine Strategie zur Verhaltensmodifikation zu verfolgen - ohne operativen Eingriff.
Durch die permanente Teil-Füllung des Magens wird das Sättigungsgefühl wesentlich schneller erreicht und damit die Nahrungsaufnahme deutlich reduziert. Dadurch wird eine Gewichtsreduktion ohne Hungergefühl erreicht.
Bei dem Magenballon handelt es sich um einen weichen, dehnbaren Ballon, der aus Silikon besteht. In Sedierung ( leichte Narkose) wird der Magenballon nach erfolgter Gastroskopie (Magenspiegelung zum Ausschluss vorliegender Pathologien) endoskopisch durch den Mund, über die Speiseröhre in den Magen eingebracht.
Dann wird der Magenballon über einen Katheter mit ca. 600 ml steriler methylenblauer Kochsalzlösung gefüllt. Anschließend wird der Katheter entfernt. Der Magenballon ist nun zu groß um weiter in den Darm zu wandern und schwimmt frei im Magen.
Das Einbringen dauert ca. 10-20 Minuten. Es handelt sich um einen ambulanten Eingriff.
Der Magenballon wird nach ca. sechs Monaten genauso entfernt wie er eingesetzt wurde, nämlich endoskopisch. Es verbleiben keine Narben, da es keine Operation ist. Es ist ein Eingriff im Rahmen einer Magenspiegelung. Auch dieser Eingriff erfolgt ambulant.
Nebenwirkungen:
Nach Einbringen des Ballons klagen ca. die Hälfte der Patienten möglicherweise einige Tage über Übelkeit und Erbrechen. Dies ist in der Regel medikamentös gut zu behandeln. Wichtig für den Erfolg ist vor allem die Motivation des Einzelnen. Der Magenballon ist lediglich als Hilfsmittel in Verbindung mit einer Ernährungsberatung und einer Änderung der Verhaltensweise zu sehen. Die Umstellung des Bewegungs- und Essverhaltens erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das neue Gewicht, auch nach Entfernung des Magenballons gehalten werden kann. Prinzipiell empfehlen wir eine begleitende Ernährungstherapie, denn
"Nicht Verzicht, sondern ein sinnvoller Umgang mit dem Essen" ist die Devise.